Und da stehst
du nun und schenkst mir diesen Blick.
Und du lachst,
weil ich meine
Freizeit dafür opfere Kostüme zu schneidern. Tage und Wochen voll Arbeit und
Kosten, anstatt etwas Vernünftiges zu
machen, so wie es jeder normale
Mensch tut.
Du sagst:
„Treib doch mal Sport oder besuch einen Kochkurs.“
Du lachst,
weil ich diese
Kostüme zudem auch noch anziehe. Fernab von genormten Festlichkeiten an denen
man als Erwachsener Verkleidung tragen darf.
„Du bist doch
kein Kind mehr“, sagst du und schüttelst den Kopf.
Und du lachst,
über mich und
meine Faulheit, da ich andauernd vor der Glotze sitze und mir Filme anschaue.
„Kein Wunder,
dass du keine Freunde hast“, sagst du und greifst dir an den Kopf.
Du lachst,
weil diese
Serien und Filme illusorisch und kitschig sind. Weil Zeitreisende nicht
existieren und zu viel Fantasy einem den Blick auf die Realität dort draußen
vernebelt.
„Du lebst doch
in deiner eigenen Welt“, erklärst du mir.
Und du lachst,
weil ich meinen
Kopf viel zu oft in Bücher stecke deren Titelbilder Drachenköpfe oder
Raumschiffe zieren. Weil ich sie hüte wie meinen Augapfel und manchmal sogar
mehrfach lese.
„Wenn du so
weiter machst, wirst du irgendwann glauben, dass so was wirklich gibt!“
Du lachst,
weil ich Conventions
besuche, Veranstaltungen wo diese ganzen Spinner hingehen, die niemand in
unserer Gesellschaft mehr ernst nimmt.
„Was soll denn
dein Chef davon halten, wenn er herausfindet wo du dich rumtreibst?“
Du lachst,
weil ich ein
halbes Vermögen in Autogramme oder Fotos investiere, von Stars aus Serien, die
doch kein normaler Mensch kennt.
„Das Geld
könntest du doch wirklich für sinnvollere Dinge ausgeben.“
Und du lachst,
über meine
Kleidung. Dominiert von bedruckten T-Shirts, die kundgeben wofür ich brenne.
Simpel und doch gleichzeitig ein Dorn im Auge des Mainstreams.
„Mach dich doch
mal hübsch und geh lieber mal aus anstatt immer so blass herum zu laufen. Das
ist einfach traurig.“
Traurig…?
Ich sehe dich
an…
Und ich lächle:
Weil ich mit
meinen Händen Kostüme erschaffe, die so viel besser aussehen als die
Polyesterware im Karnevalsladen. Weil sie mich stolz machen und mir zeigen, zu
was ich fähig bin.
Ich lächle,
weil diese
Kostüme mitunter viel zu schade sind, um sie von Wildfremden am 11.11.
vollkotzen zu lassen.
Weil sie mir
eine andere Identität geben und dennoch allen zeigen wer ich bin.
Und ich lächle,
weil mir die
bittere Realität auf dieser Welt so verdammt bewusst ist, dass ich es an
manchen Tagen kaum noch aushalte und kurz abtauchen muss. Nur weil man sich hin
und wieder zurückzieht bedeutet das nicht, dass man nicht weiß was vor der
Haustür stattfindet.
Ich lächle,
weil
fantastische Literatur mir so viel mehr gibt.
Für Bücher über
High Performance und Management Targets, verkaufen wir unsere
Seele und erwarten dennoch ein gefülltes Portemonnaie.
Dabei sind es
Sätze wie: „Selbst der Kleinste vermag den Lauf des Schicksals zu verändern“,
die vermitteln was wirklich wichtig ist.
Aber nicht nur
Tolkien hat mit seinen Worten recht. Auch ein berühmter Wissenschaftler sagte
einst:
„Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn
Wissen ist begrenzt“
Bedenke: Die
Tagträumer von heute sind vielleicht die Albert Einsteins von morgen.
Und ich lächle,
- Weil Conventions keine FreakShows sind, wie uns
die Boulevardmagazine weismachen wollen.
-weil ich einst alleine eincheckte und mit so
vielen wunderbaren, neuen Freunden wieder nach Hause fuhr.
-weil ich an einem einzigen Wochenende mehr
Menschlichkeit verspüre als in einem ganzen Jahr.
-weil ich hier immer wieder erlebe, wie die, die
selbst ein Päckchen zu tragen haben, auch noch das des Nebenmanns schultern.
Ohne etwas zu fordern, einfach weil es das Normalste auf der Welt ist.
Aber die Welt sagt, wir sind nicht normal…?
Ich lächle,
weil ich mein
Geld nicht in protzige Autos oder seelenlose Gegenstände investiere, sondern in
besondere Erlebnisse und Momente.
Es ist mir egal
ob es nur Sekunden waren. Die Erinnerung an Benedict Cumberbatchs Hand auf
meiner Schulter wird ein Leben lang überdauern.
Ich lächle,
weil ich so bin
wie ich bin und mein wahres Gesicht nicht hinter Rouge und künstlichen Wimpern verstecke.
Weil sich
niemand in einem schicken Club vorstellen kann, wie viele Glückshormone einer
Party auf der Con ausgeschüttet werden. Und Heidewitzka, ohne Pumps und
Minirock lässt es sich so viel ausgelassener tanzen.
Und ich lächle,
weil mich all
das so wahnsinnig glücklich macht.
Weil es mir so
viel mehr Lebenserfahrung gegeben hat als graue Schulhofmauern.
Weil das
schüchterne Mädchen, das sich damals noch nicht einmal getraut hat im
Restaurant nach der Toilette zu fragen, nun hier auf er Bühne steht und diesen
Text vorliest.
Ich lächle,
und reiche dir
die Hand.
Und ich lade
dich ein. Auf einen kleinen Ausflug in mein Leben.
Du wirst sehen,
es ist gar nicht so schlimm.
Da war ich wohl auch auf einer so genannten Convention. :-)
Ok. Ich gebe zu, das war bisher die flachste Überschrift, die ich mir
je ausgedacht habe.
Vor allen Dingen für Nicht-Karnevalisten, die mit der
musikalischen Ohrenfolter: „Heute fährt die 18 bis nach Istanbul“ nix anfangen
können.
Und überhaupt, ist damit auch Ü18 gemeint, jener Hinweis, der
impliziert dass klein Justin, der gerade aus dem Kindergarten abgeholt wurde
nicht unbedingt die gesammelten Werke von Freddy Krüger im Nachmittags
TV-Programm kredenzt kriegen sollte.
Aber ich schweife ab…
Eigentlich wollte
ich sagen, dass ich jetzt weiß wo die Hölle ist!
Muss im Ruhrgebiet liegen. Kann
gar nicht anders.
Selbst der Pötter Lieblingsbarde Wolfgang Petry sang schon:
„Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle… HÖLLE! HÖLLE! HÖLLE!“
Und ganz
ehrlich, wenn jemand, der sich mit 300 von Chlamydien befallenen
Freundschaftsbändchen behängt sowas sagt, dann stell ich das nicht mehr in
Frage.
Tatsache ist aber auch, dass in den Wintermonaten im Ruhrgebiet der
Belzebub die Partymütze aufhat, finden in dieser Zeit doch unzählige
Horrorconventions statt.
Weekend
of Hell, Hell of a Weekend, Weekend of Horrors, Horrors on the Weekend,
Weekendhorrorhausdingenskirchengedöns, was weiß ich. Man blickt nicht
mehr durch.
Und so hoffte ich, dass ich am Sonntag den 05.11.17 auch auf der
richtigen Veranstaltung landete. Diese nannte sich „Weekend of Hell“ und fand
in der Westfalenhalle in Dortmund statt.
Ich wollte unbedingt ein Autogramm von
Tarantino/Rodriguez Kult Darsteller Danny Trejo haben und da ich das auch
bekommen habe, war ich wohl letztendlich auf der richtigen Convention gelandet.
Sie hat mir was Süßes angeboten. Zum Glück hat mir meine Mama immer gepredigt, dass ich nix von fremden Psychopathen Puppen nehmen soll.
Insgesamt zwar eine überschauliche, aber gut besuchte und auch gut
organisierte Con, die man Fans des Horrorgenres empfehlen kann. Es wird sich
aber zeigen wie sich diese Masse an Horror – Cons im Ruhrgebiet auf Dauer so
halten wird. Von daher am besten immer vorsichtig sein mit vorschnellen
Kartenkäufen. Ich warte hier meist erst mal ab und schaue wer urplötzlich noch
absagt. In der Regel bekommt man bei diesen Cons auch immer noch problemlos
Karten an der Tageskasse.
Wie auch immer. Leider war das Ambiente in diesem
Jahr nicht ganz so schön, da die Con in besagter Westfalenhalle stattfand. Ein
anderer Veranstalter lässt sein Event in der Turbinenhalle Oberhausen
stattfinden, die meines Erachtens die optisch ansprechendere Location ist.
David Morrissey, der Governor aus "The Walking Dead". Der hat ja zwei Augen! Man hat uns belogen!
Nun,
ich könnte euch jetzt wie immer einen der typischen Convention Berichte
kredenzen (Ja… Panel mit Trejo war lustig, Person XY hat sich voll
unprofessionell verhalten, viele Cosplayer vs. wenig Cosplayer usw. pp.) aber
irgendwie kennt man das ja alles schon.
Danny Trejo. War ich anscheinend auf der richtigen Con gelandet.
Viel mehr hat mich mein Besuch im oben
bereits angesprochenem Ü18 Bereich mit DVD Börse geprägt. Ich sag mal so… es gibt tatsächlich
ne Menge Leute, die solche Filme kucken. Ich gehöre allerdings (bis auf wenige Ausnahmen) nicht dazu.
Dennoch finde ich es immer wieder amüsant mich durch die diversen DVD Cover zu
wühlen.
Diesmal traute ich mich allerdings nicht die DVD Hüllen zu wenden, weil mir auf
der Rückseite dann immer frischgeschlachtete Mettigelmassaker entgegenschauen.
Und mir wird doch aktuell (schwanger) immer so schnell schlecht. Also habe ich
es bei den Covern gelassen und einfach mal selber hinein interpretiert worum es
in dem Film gehen könnte. Vielleicht ist ja für euch das ein oder andere dabei (siehe unten gelistete Fotos).
In diesem Sinne:
Stay Professional
Wenn man zu Lebzeiten nix zu knattern hatte, dann holt man das einfach nach dem Tode nach. Zum Glück gibt es den Saunaclub "Uschi", der auch hier Abhilfe zu schaffen weiß. Frei nach dem Werbeslogan: "Und bricht dir mal wieder die vergammelte Latte ab, gibt's dafür bestimmt auch was von Ratiopharm"
Sie kennen das: Nach einem harten Tag im Büro wollen Sie einfach nur noch Ihren Feierabend genießen. Aber ihre billigen Baumarkt Fenster haben nix anderes zu tun als einen schlechten Kalauer nach dem anderen zu reißen. Mit diesem Lehrvideo zeigen wir Ihnen, wie sie mit nur wenigen Handgriffen die freche Einfachverglasung endlich zum schweigen bringen. Ach ja... und malen lernt man dabei auch noch.
Und hier noch ein beliebtes Lehrvideo. Jeder, der einmal vor Publikum einen Vortrag gehalten hat kennt diesen gut gemeinten Ratschlag: "Stell dir die Leute im Saal einfach nackt vor!" Was aber wenn einem das Gehirn vor der gesamten Geschäftsleitung mitsamt Chef und Vorstand, das genaue Gegenteil vorgaukelt? Die Lösung finden Sie in diesem Telekolleg Teil 4.
Wir alle wussten, dass es so kommen würde. Kaum fängt der Alltag in die Ehe zwischen Edward und Bella an, schießt sie ihn auf den Mond. Sehen Sie jetzt, die neueste Verfilmung zum aktuellen Bestseller von Stephenie Meyer. Und diesmal glitzern sogar die Dinosaurier!
Der sensible Osombie wird in der Schule immer und immer wieder von seinen Mitschülern wegen seines starken Bartwuchses gehänselt. Aber ab heute ist Schluss damit! Heute geht er zum Vertrauenslehrer und beschwert sich! Ein sozialpolitisches Drama in Zusammenarbeit mit ARTE und dem independent Arthouse Movie Club.
Chuck Norris zeigt sich in diesem Film mal von einer ganz anderen Seite. Wer kennt sie nicht, diese stundenlangen Filmmonologe seiner frühen Schaffensphase. Berühmte Zitate wie: "Sein oder nicht sein", "Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewusst", "Wer bin ich? Und wenn ja: Wie viele?" oder aber auch "So wie der Anmut der Ausdruck einer schönen Seele ist, so ist die Würde der Ausdruck einer erhabenen Gesinnung" prägten seine Werke. Doch nun wird alles anders. Lassen Sie sich überzeugen, denn es ist schließlich SEIN BESTER FILM!
Sie hat nicht ein, nicht zwei, auch nicht sechs sondern FÜNF Finger! Ein Horrorfilm der seines Gleichen sucht. Kaufen Sie unbedingt auch die Fortsetzungen: "Das Monster mit der Nase" und "Der gruselige Mann mit den zwei Augen"
Für
meinen Mann gibt es vier Kategorien von Filmen, die er selber aufgestellt hat: - Autofilme - Schießfilme - Knutschfilme
und - unrealistische Filme. Ok. Seit einer etwas schwer verdaulichen Abhandlung
über 50 verschiedene Grautöne, ist noch eine weitere Kategorie hinzugekommen: - Popo-Klatsch
Filme Drei Mal dürft ihr nun raten zu welcher Kategorie er meine Lieblings
Genres Science Fiction und Fantasy zählt. (Also bitte. Ich weiß ja nicht in
welcher Schmuddel Videothek ihr unterwegs wart, aber es sind definitiv nicht
die Popo-Klatsch Filme. 50 Shades of Grey im Weltraum. Ich bitte euch. Bindet Christian Grey seine Olle da auf nen Photonentorpedo anstatt ans Andreaskreuz?). Ja es sind diese Momente in denen ich gebannt vor dem
Fernseher sitze, mir vor Spannung auf die Unterlippe beiße und hoffe, dass das
Ende der Welt doch noch durch den mutigen Raumschiffpiloten abgewendet wird.
Und dann höre ich dieses leise Schmalzen von dem Sitzplatz unmittelbar neben
mir. Es hört sich so an, als würde jemand versuchen ein Stück Mettwurst aus den
Zahnzwischenräumen zu pulen. Doch in Wahrheit ist es ein Laut der Verachtung. „Unrealistisch.
Totaaaaaler Quatsch.“ Er spricht die Worte nicht aus, aber das Zischen der
Zähne gräbt sich wie ein rostiger Pfeil direkt in mein Kleinhirn und löst einen
unmittelbaren Reflex aus. Das Ballen einer Faust. Es ist schwer verdaulich,
aber in solchen Momenten wird mir schmerzhaft bewusst: Du hast einen NiNe
geheiratet. Einen Nicht-Nerd. (Ich hätte es auch Nicht-Geek nennen können,
hatte aber Angst, dass die Abkürzung NiGe irgendwie in den falschen Hals kommt…
Aber ich schweife ab) Aber ich habe meine Faust wie immer unter Kontrolle und
rede mir Mantra-artig ein: Der kann nix dafür. Dat muss die Erziehung schuld
sein. Ich gebe zu, ich habe schon Vieles versucht um ihn auf die fantastische
Seite der Macht zu ziehen. So manches Mal stand ich, das Manifest der Obersten
Direktive auf Brusthöhe haltend vor unserer Haustür, klingelte und teilte dem
Ehemann dann mit verklärtem Gesichtsausdruck mit: „Entschuldigen Sie bitte. Ich
möchte gerne mit Ihnen über StarTrek sprechen.“ Und liebe Nachbarn, es ist
nicht gerade hilfreich, dass ihr jedes Mal, wenn ich mich morgens im Cosplay
auf den Weg zu einer Convention mache, dem Ehemann kleine Visitenkarten vorbei
bringt, auf denen in dezenten Versalien steht: „Machen Sie Sich Sorgen um den
geistigen Zustand Ihrer Ehefrau? Dann wenden Sie Sich jetzt vertrauensvoll an
Professor Doktor Schraubelocker.“ Ich weiß ja, dass es bei uns auf dem Dorf
nicht gerade üblich ist mit Laserschwert und Jedi Umhang aus dem Haus zu
gehen, aber ich beschwer mich ja auch nicht, wenn ihr meine Aussicht mit euren
Ballonseiden Trainingsanzügen blockiert.
Hier lese ich übrigens nicht aus Ali Baba und die 40 Räuber vor, sondern zitiere aus dem NiNe Beitrag, im Rahmen eines Vortrages auf der FedCon (Science Fiction Convention).
Einmal wie Torsten Sträter den Vorlese Onkel (äh Tante) spielen. Individuell,...kann ich! ;-)
Foto by: Oti Würtz
Aber zurück
zu dem NiNe.
Was ich einfach nicht verstehe ist: Wie kann jemand, der bei Harry
Potter permanent die Augen verdreht, gleichzeitig auf eine Serie stehen, in der
ein hochgewachsener Mann in Lederjacke und 80er Jahre Minipli, ununterbrochen
mit seinem Auto redet?
Der Ehemann macht es sich einfach und schiebt diesen
Sonderfall einfach in die Kategorie "Autofilme".
Lieber K.I.T.T.: Du kannst
verdammt glücklich sein, dass du nur bis in den zweiten Stock springen kannst.
Würdest du es mit dem Turbo Boost bis in den Weltraum schaffen, hättest du dich
sofort disqualifiziert. Ich wollt‘s nur mal gesagt haben.
Aber er gibt sich ja
Mühe. Das muss ich zugeben.
Wenn ich mal wieder quengelnd vor ihm stehe und ihn
bitte mich ins Kino zu begleiten, dann lässt er sich tatsächlich hin und wieder
breitschlagen. Er war sogar mit mir im Film „Star Trek. Into Darkness“. Selbst
das Schnalzen hat er sich verkniffen. War aber auch besser so, schließlich trug
er an dem Abend ein rotes T-Shirt. Ich hab mal nix gesagt...
Was mich
aber noch mehr verblüffte war, dass er sich die Schauspieler tatsächlich so gut
eingeprägt hatte, dass er Wochen später Zachary Quinto in einem anderen Film wiedererkannte.
„Kuck mal! Das ist doch der Schpock?“
Man soll ja auch Kleinigkeiten loben,
anstatt sofort den Fehler zu kritisieren. Aber wie bringe ich ihm jetzt bitte
noch bei, dass es sich um einen Vulkanier und nicht um die neueste Flohmarkt
App handelt?
Und dann die Sache mit meiner absoluten Lieblingsserie „Doctor
Who“. Wer kennt sie nicht, diese eine Frage, die sich so anfühlt als würde man
mit dem Gesicht voran gegen eine Betonwand rennen. „Aber ich dachte in England
sind die Telefonzellen alle rot?“
Oder:
„Wie
heißt die Serie?“
„Doctor Who“
„Wer?“
„Who“
„Wer heißt so?“
„Der Doctor“
„Welcher
Doctor“
„Doctor Who“
"Wer?”
Aaaaargh!
Dennoch, trotz all dieser Diskrepanzen in
unserer Freizeit- und Kulturgestaltung kann man sagen: Gegensätze ziehen sich an. Und ehrlich gesagt
würde ich diese kleinen Streitereien schmerzlich vermissen. Ich liebe meinen NiNe halt so wie er ist.
In diesem Sinne:
Stay professional!
P.S. Und falls ihr die Hälfte der Gags in diesem Blogeintrag nicht verstanden habt, dann dürft auch ihr euch jetzt mit stolzer Brust den Button "NiNe" an Selbige heften.
Schloss Burg. Ein mittelalterliches Bollwerk im bergischen Land.
Geliebtes Wahrzeichen und Folterinstrument für unzählige Kinder. Warum? Nun, wer wie ich im bergischen Land aufgewachsen ist, der weiß wovon
ich spreche. Gefühlt jeden zweiten Sonntag ging es zusammen mit Omma und Oppa
auf nach Schloss Burch, lecker bergische Waffeln essen und Kaffee aus der
Dröppelminna trinken (nein, bei letzterem handelt es sich nicht um ein
inkontinentes Hausmädchen, sondern um eine Art historische Kaffeemaschine). Und so saß man
im altbackenen Café, umringt von Eiche Rustikal, schaufelte sich tonnenweise Zucker
in den Balg um anschließend durch die langweilige Münzausstellung des schlosseigenen
Museums geschoben zu werden… zum gefühlten 3000sten Mal und glaubt mir, es
sind keine neuen Münzen dazu gekommen.
Schloss Burg... wobei... was ist es denn nun? Schloss oder Burg? Aber eigentlich hat es ja geschichtlich was mit Berg zu tun... aber ich schweife ab.
Wie gesagt, als Kind war es nicht immer
einfach auf Schloss Burg und trotzdem hängt mein Herz an diesem Schuppen. Das
ist meine Kindheit, das ist Heimat und Vertrautheit. Und dann passiert
plötzlich etwas Magisches... Ein Wochenende lang wird die Burg zum Traum für
jeden Film und TV Fan. Zum ersten Mal findet hinter den Mauern die Mittelalter und
Fantasy Convention statt. Ich war zuerst sehr, sehr skeptisch. Immer mehr
Veranstalter versuchen heutzutage die Fans mit neuen Events für sich zu
gewinnen. Doch bei all dem Angebot musste ich oft mit erleben, dass
Veranstaltungen im letzten Moment wieder abgesagt wurden. So stellte sich auch
hier die Frage: Würden die angekündigten Stars aus Herr der Ringe, Game of
Thrones und Harry Potter wirklich erscheinen? Ich wartete den ersten Veranstaltungstag
ab. Einige Bekannte waren vor Ort, berichteten und das sehr positiv. Also packte ich am Sonntag meine Freundin ins Auto und
bei bestem, bergischen Regenwetter machten wir uns auf nach Mittelerde… äh Hogwards…
äh… Solingen Burg. „Winter is coming!“ oder in diesem Fall eher: „Et räänt!“
(wie man hier im Fachjargon sagt). Trotz schlechtem Wetter ist die
Veranstaltung überaus gut besucht. Überall tummeln sich Fans in wunderschönen
Roben und Kostümen aus den jeweiligen Filmen und Serien.
Cosplayer
Die Beamten vom Bundesamt für magische Wesen kontrollieren ob alles rechtens zugeht und keine Drachen gequält werden.
Im Gegensatz zu
mancher Convention in irgendeiner lieblosen Messehalle, hat die Veranstaltung
auf Schloss Burg ein ganz eigenes Flair. Man ist plötzlich Teil einer
fantastischen Gesellschaft in Mitten der echten Schloss Kulisse. Die Stimmung ist gut
und bereits jetzt laufen einem die Stars an jeder Ecke über den Weg. James
Cosmo (Game of Thrones) steht ganz relaxt am Würstchenstand, Craig Parker (Herr
der Ringe / Spartacus) lässt sich vom Falkner die Greifvögel erklären.
Craig Parker hat nen Vogel...
... der hier anscheinend auch ;-)
... of Currywurst
Zwischendurch gibt es immer wieder Panels bei denen sich die Stars den Fragen der Gäste stellen. Nur leider ist das die größte Schwachstelle
des Events. Als ich im Internet gelesen habe, dass die Panels in der
Burgkapelle stattfinden, schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen. In
diesen Raum passen gerade mal 30 Leute… und das auch nur wenn Omma vorher keine
3 Waffeln gegessen hat. Bereits am Samstag zeigt sich, dass dies bei so vielen
Gästen einfach nicht funktionieren kann. Zum Glück reagiert der Veranstalter
flexibel und verlegt diese Programmpunkte kurzum in das Museum. Leider stehen
dort immer noch einige Vitrinen, die man in der Kürze der Zeit vermutlich nicht
verschieben konnte. Und so müssen einige Besucher das Geschehen durch die
Ausstellungsstücke hindurch beobachten. Und nein… es sind immer noch keine
neuen Münzen dazugekommen!
Auch gibt es weder Mikrofon noch Bühne, so dass die
Leute weiter hinten leider fast gar nichts mehr mitbekommen. Wir haben Glück
und ergattern noch einen halbwegs guten Stehplatz von dem aus wir das Panel von
John Rhys-Davies (Herr der Ringe/Indiana Jones) und Craig Parker mit verfolgen
können. Die beiden sind ein wahnsinnig charmantes Duo und schaffen es, den
vollen Saal wirklich gut zu unterhalten. Anschließend
schlendern wir über das Gelände. Für das Eintrittsgeld bekommt man u. A. noch ein
Ritterlager, diverse Verkaufsstände und eine Falknerei zu sehen. Gegen einen
kleinen Obolus kann man einen Greifvogel auf den Arm nehmen (Nein, damit meine ich nicht einen Uhu mit dämlichen Witzen über Klebemittel zu verarschen). Ich verliebe mich
in einen kleinen Kautz. Der ist wenigstens nicht so schwer wie die riesige
Eule, die der Mann neben mir auf seinen Unterarm hievt.
Stolzes (und verdammt großes) Tier
Da ist mir der kleine hier doch schon viel lieber
Als krönenden Abschluss mache ich noch ein
Gruppenfoto mit John und Craig. Eigentlich sollte Gollum ebenfalls mit auf das
Bild. Eine wirklich nett gemachte Statue, die den Fotohintergrund ausschmücken
sollte, allerdings dabei nur im Weg steht. Craig Parker macht daher kurzen
Prozess und schiebt den Ärmsten unter Beifall einfach aus dem Bild.
Gruppenfoto (und nein, das in der Mitte ist nicht Gollum!)
Die Stimmung
ist wirklich entspannt und man hat zu jedem Zeitpunkt immer genug Zeit, einen
kleinen Plausch mit den Stars zu halten. Genau das hat mich wirklich
beeindruckt. Es herrschte eine angenehme, intime Atmosphäre, die man bei
größeren Conventions so nicht immer hat. Ich hoffe daher, dass der Veranstalter
auch nächstes Jahr wieder etwas Magie in meine Heimat holt. Ein bisschen
umorganisieren was die Räumlichkeiten angeht (vielleicht die Autogrammstunde
ins Museum verlegen, dafür die Panels unten in den größeren Raum) und ich bin
sicher das Ganze wird ein Selbstläufer. Es wäre wirklich toll, wenn es bei
dieser kleinen, angenehmen Con Größe bleibt. Es muss ja nicht immer
höher, schneller, weiter sein. Und ganz ehrlich: Dieser Moment als Schauspieler
John Rhys-Davies über die wunderschöne Location schwärmt, lässt mein Herz
aufgehen. Jep, dat is meine Heimat, mein bergisches Land. In diesem Sinne: Stay professional!
Autogrammstunde mit James Cosmo
Seilbahn zum Schloss... äh Burg... also Schloss Burg
Hier wollte ich eigentlich beweisen, dass die Sonne auch mal rausgekommen ist. Und schon rennt mir James Cosmo wieder ins Bild. Frecheit sowas. ;-)
Also gut... darauf habt ihr doch nur gewartet!
Und darauf auch! Sorry, aber das musste sein! Yummyyyyyy!
Tja, das frage ich mich heute immer
noch. Sicherlich liegt es an einem angeborenen Gen, das ich von wem auch immer
in die Wiege gelegt bekommen habe. Von meinen Eltern kann es nicht sein, denn
die schütteln nur fassungslos den Kopf, wenn sie wieder einmal eine meiner
Geschichten zu hören bekommen. Der der Moment an dem ich die finale Feuertaufe
erhielt und endlich wusste wo ich hin gehöre, ereignete sich im Jahre 2004.
Der
Tag an dem ich begriff: Ich bin ein Nerd!
Der typische Nerd macht gerne Fotos auf denen er bescheuert aussieht. Naja, gilt jedenfalls für mich...
Na gut. Gleichgesinnte werden sofort den Finger heben und mich korrigieren:
Du bist kein Nerd, du bist ein Geek. Für Details am besten mal Googeln. … Wobei…
Halt! Ich erinnere mich da an einen Satz aus Wikipedia, den ich hiermit
zitiere: Das englische Wort geek (vom mittelniederdeutschen Wort „Geck“[1])
bezeichnete in den Vereinigten Staaten im 19. und frühen 20.
Jahrhundert Menschen, die im Rahmen von Sideshows auf
Jahrmärkten und in Zirkussen lebendigen Tieren den Kopf abbissen.
Okay. Schön
zu wissen, dass Ozzy Osbourne ebenfalls einer von uns ist, ich beiße in meiner
Freizeit allerdings lieber in eine Möhre.
Aber genug abgeschweift...
In besagtem
Jahre 2004 wagte ich mich zum allerersten Mal auf eine dieser Conventions von
denen man bisher nur aus den USA gehört hatte. Diverse, klischeebehaftete TV
Berichte hatten mich darauf vorbereitet, dass ich auf allerlei seltsame, Akne übersäte,
übergewichtige und weltfremde Menschen treffen würde.
Und doch tat ich diesen
Schritt, in ein mir gänzlich unbekanntes Land. All das nur, weil ein Schauspieler
Namens Billy Boyd auf der RingCon in Bonn angekündigt worden war.
Ich hatte den
Herrn der Ringe bereits so oft gesehen, dass ich die Dialoge mitsprechen
konnte, hatte die Bücher verschlungen und spätestens dann beschlossen, dass
Frodo ein Langweiler und der Nebencharakter Peregrin Tuk (Pippin) der viel
coolere Hobbit ist. Er war schusselig, schaffte es in jedes, verfügbare
Fettnäpfchen zu treten und hatte eine große Leidenschaft: Essen!
Ich erkannte
mich sofort in dieser Figur wieder.
Pippin
Nachdem ich den ersten Schritt in das Foyer
des Maritim Hotels in Bonn gewagt hatte, wurde ich sofort verschlungen von
einer Atmosphäre, die sich ganz anders anfühlte als mir im TV prophezeit wurde.
Ich tauchte ein in eine vollkommen andere Welt, wurde empfangen von Elben,
Auenland Bewohnern, Ringgeistern und mir noch unbekannten Fabelwesen.
Die Besucher
überwältigten mich mit Kostümen, die ich so noch nie live gesehen
hatte. Es war nicht ansatzweise zu vergleichen mit den polyesterverklebten
Karnevalskostümen, die man einmal im Jahr im verregneten Rheinland präsentiert
bekommt. Das hier waren Meisterwerke, die direkt aus dem Film zu kommen
schienen. Ich konnte es kaum glauben als ich erfuhr, dass all diese Roben
selbst geschneidert/selbst gebastelt waren. Ich sah bildhübsche Elben mit spitzen Ohren und Krieger in glänzenden Rüstungen. Das sollten diese seltsamen
Nerds sein über die alle so lästerten?
Ich schloss die Augen erinnerte mich an
diejenigen, die in der normalen Welt da draußen lachend auf die ach so
weltfremden Menschen hier drinnen zeigten. In einer Rückblende erinnerte ich
mich dann an diese Normalos, wie sie grölend, mit vollgekotzter Plastikperücke und
Bierflasche in der Hand, durch den karnevalistischen Stadtkern taumelten.
Mir
dämmerte langsam, dass mir diese so genannte „normale Welt“, irgendwie mehr
Angst einjagte als die fantastischen Gestalten im Maritim Hotel.
Hier war ich
also, auf meiner allerersten Convention… und machte alles falsch was man falsch
machen konnte.
Zuerst trampelte ich gedankenverloren auf die prächtige Schleppe
einer Elbin, stellte mich gefühlte Dutzend Male falsch an, setzte mich auf einen
reservierten Platz und als ich endlich kapiert hatte wie der Convention Alltag
so läuft, war der Tag auch schon wieder vorbei.
Ja, ich trug zwar kein Kostüm,
aber ich glaube an dem Tag war ich der beste Peregrin Tuk Cosplayer von allen.
Aber
in keinem Moment wurde ich von irgendjemandem für meine Tollpatschigkeit
verurteilt. Alle waren hilfsbereit, erklärten mir wie was funktioniert, wiesen
mir den Weg und hielten sofort einen freundlichen Plausch. So aufregend das
Ganze auch war, ich fühlte mich wohl.
Und dann passierte mein Highlight des
Tages.
Bei einem der so genannten Panels, bei denen man den Schauspielern
Fragen stellen kann, steht Billy Boyd höchstpersönlich auf der Bühne. Ich sitze
in einer der allerletzten Reihen auf der Empore im Hauptsaal des Maritim. Doch
auch von hier aus hat man die Möglichkeit, sich per Mikrofon mit dem Stargast
zu unterhalten.
Und ich wage es.
Ich stehe auf, das Spotlight schwenkt auf
mich, alle Köpfe im Saal drehen sich zu mir um, Billy sieht mich an… und ich
vergesse was ich fragen wollte.
Vor lauter Verzweiflung schiebe ich eine
alternative Frage nach, die allerdings auf sämtlichen DVD Specials, bereits von
vorne bis hinten durchgekaut wurde. Doch Billy antwortet tapfer und ich setze
mich mit schlackernden Beinen zurück auf meinen Platz. Aber selbst nach dieser
Blamage, werde ich von meiner Sitznachbarin gelobt. „Ich hätte mich das nicht
getraut“, sagt sie anerkennend.
Nun, man könnte meinen, dass ich nach dieser
Odysse erst einmal genug von Conventions hatte, doch genau das Gegenteil war
der Fall. Zurück draußen in der normalen Welt, verspürte ich plötzlich eine
Leere und Verlorenheit, die ich zuvor nie richtig zuordnen konnte. Verschwunden
waren die ganzen Menschen, mit denen ich endlich mal über meine nerdigen
Leidenschaften quatschen konnte. Ich erlebte meinen ersten Conblues.
Ich wollte
zurück.
Und das tat ich auch.
Es folgten unzählige, weitere Conventions. Ich
schloss neue Freundschaften, wurde Teil der Familie, erdachte mir selber
Cosplays und auf dem Höhepunkt war plötzlich ich es, die vorne auf der Bühne
des großen Saals im Maritim stand und das Programm mitgestalten durfte. Ich
hielt Vorträge und stand Backstage Seite an Seite mit Schauspielern, Autoren und Lektoren (…
vielleicht werde ich davon auch mal berichten).
Trotzdem ist das Allerschönste
an solch einer Convention, einfach wieder Gleichgesinnte zu treffen und zu
wissen, dass man hier nicht für seine Leidenschaften verurteilt wird.
Letztes
Wochenende fand dann die allerletzte Hobbit Convention (ein Ableger der RingCon)
in Bonn statt.
Schweren Herzens hatte ich dieses Mal nur ein Tagesticket
gekauft. Zu viel um die Ohren, zu viel Stress in der realen Welt. Dieses Mal
würde ich zurück zu meinen Wurzeln kommen und wieder dort sitzen, wo ich vor 12
Jahren die langweiligste Frage meines Lebens gestellt hatte.
Doch dieses Mal
würde ich es besser machen.
Billy Boyd steht auf der Bühne. Von hier oben sieht er so klein und
unscheinbar aus und doch nimmt sein freundliches Wesen den kompletten Saal ein.
Er trägt einen Bart, den hatte er vor 12 Jahren noch nicht. Dafür ist sein
Haupthaar lichter geworden und viele graue Strähnen verraten, dass die Zeit
auch bei ihm Spuren hinterlassen hat. Es tut so gut dies zu sehen. Hollywood
gaukelt uns so viel Perfektionismus vor, doch ich sage euch: Glaubt den
Blendern mit ihren Kamerafiltern kein Wort. Auch Schauspieler sind ganz normale
Menschen.
Wobei ich sagen muss… na gut… einige von Ihnen sehen tatsächlich verdammt
gut aus. Aber dazu später.
Auch diesmal wage ich es wieder und trete an das
Mikrofon. Doch als das Spotlight auf mich geschwenkt wird, schießt mir erneut
das Adrenalin durch den Körper und presst eine unangenehme, heiße Woge durch
meine Adern.
Billy winkt mir zu und witzelt darüber, dass ich so weit weg bin
und er mich kaum erkennen kann. Ich sage das Gleiche über ihn.
„Billy, vor 12
Jahren stand ich genau an dieser Stelle. Damals habe ich eine ziemlich blöde
Frage gestellt. Das soll mir nicht nochmal passieren. Daher meine Bitte: Gibt
es eine Frage, die du dir schon immer mal bei einem Panel gewünscht hast?“
Billy lacht, und seine Finger fahren verlegen durch den graumelierten Bart.
„Verdammt…
mir fällt tatsächlich nichts dergleichen ein“, gesteht er. „Ich kann dir aber
sagen welche Frage ich am dämlichsten fand. Das war auf einer Pressekonferenz.
Ein französischer Journalist sagte: Hey, du hast ja im ersten Teil vom Herrn
der Ringe mitgespielt. Ich habe gesehen, dass du auch im zweiten Teil dabei
bist. Welchen Protagonisten spielst du denn dort?“
Der Saal lacht.
Billy
verdreht die Augen. „Was für ne blöde Frage“, kichert er. „Glaubt der wir
würden in den Rollen rotieren? Klar, beim nächsten Mal spiele ich einfach
Aragorn.“
Nach einem kurzen Plausch bedanke ich mich, doch
bevor ich aus dem Spotlight verschwinde ruft er mir noch zu: „Vielen Dank fürs Kommen.
Es ist schön, dich nach all der Zeit wieder dort oben zu sehen.“
Worte, die
mich in weiche Watte packen und mich sanft zu meinem Sitzplatz tragen.
Billy Boyd schreibt Autogramme
Die
Convention geht von Freitag bis Samstag, doch ich habe nur einen Tag um alles
auf zu holen, was andere in drei Tagen erleben können. Die meiste Zeit
verbringe ich damit, vollkommen dehydriert von einem Termin zum nächsten zu
fetzen.
Da gibt es Fotosessions, Autogrammstunden, Lesungen, Panels und
natürlich will ich alle meine Con Bekanntschaften wenigstens kurz begrüßen. Es
ist einfach nicht richtig, jeden dieser mir ans Herz
gewachsenen Menschen im Schnelldurchlauf ab zu fertigen. Ich hoffe sie nehmen
es mir nicht übel. Andererseits, es sind Con Gänger, wenn die nicht Verständnis
dafür haben, wer dann?
In der Autogrammstunde treffe ich erneut auf Billy, dann
mache ich noch ein Foto mit ihm. Zuguterletzt beschließe ich mir noch ein Autogramm
von Craig Parker zu holen, einem neuseeländischen Schauspieler, der im Herrn
der Ringe nur eine kleine Rolle hatte (Haldir). Doch dieser Mann hat so eine
offene und fanfreundliche Art, dass er mich 2004 sofort in seinen Bann gezogen
hatte (ja, auch ihn sah ich 2004 zum ersten Mal).
Craig ist einer der ersten
Schauspieler, die ich mag, aber (und jetzt schlagt mich nicht), bis
auf den Herrn der Ringe KEINEN EINZIGEN FILM ODER SERIE gesehen habe. (Und dabei
hatte er so einige Rollen. U.A. bei NCIS oder eine Hauptrolle in der Serie
Spartacus).
Tatsächlich ist er eher der nette, junge Mann von Nebenan (ok, ich
korrigiere mich… das heiße Gerät von Nebenan), den man irgendwie durch Zufall
kennengelernt hat.
Leider quatscht dieses Gerät allerdings auch sehr gerne und
sehr lange mit jedem einzelnen Fan, weswegen ich eine Lesung von Bernd das Brot
Erfinder (und Ex RTL Samstag Nachtler) Tommy Krappweis verpasse.
Doch die
HobbitCon hat genug Programmpunkte und so erlebe ich ein weiteres Panel von
Schauspieler Ryan Gage (Alfrid aus „Der Hobbit“ Trilogie) sowie John Bell („Der
Hobbit“, „Doctor Who“).
"Der Gerät" beim Autogramme schreiben
Ryan Gage, John Bell und Mark Ferguson
Danach betreten Graig Parker, Mark Ferguson und Lori
Dungey die Bühne und bieten uns eine Improvisationsshow, die mir tatsächlich
vor Lachen die Tränen in die Augen treibt. Weitere Tränen fließen allerdings
auch bei der Closing Ceremony bei der ein Fan-Chor zwei Lieder aus den Filmen
präsentiert. Dieser Moment beschert mir eine Gänsehaut, die sich auf der Haut
sämtlicher anderen, Anwesenden fortsetzt.
Bevor sich alle verabschieden, zückt
Billy Boyd die Gitarre und singt das Lied „The last Goodbye“ aus dem letzten
Hobbit Teil. Im Saal kann man eine Stecknadel fallen hören. Es ist vorbei. Die
allerletzte HobbitCon schließt ihre Pforten. Ich kann mit Stolz behaupten, dass
ich auf jeder HobbitCon war, die in Deutschland stattgefunden hat und sie wird
mir fehlen.
Doch nach der Con ist vor der Con und so hat der Veranstalter für
nächstes Jahr bereits eine neue, Fantasy Convention angekündigt und ich bin
sicher, das Maritim in Bonn bleibt weiterhin die zweite Heimat von uns Nerds
und Geeks.
Spätestens im Mai, wenn die FedCon ihre Pforten öffnet und uns
erneut in eine fremde Welt befördert, bzw. in diesem Fall beamt! ;-)
Ich werde berichten.
Bis dahin: Stay Professional!
Billy Boyd on Stage
Deutschstunde mit Billy Boyd und Mark Ferguson. "Das ist mein Stuhl!"
Graig Parker, Mark Ferguson und Lori Dungey verdecken Smaugs "Pornobalken"
Fragt nicht...
Oh... wie ist jetzt dieses verwackelte Bild auf meine Kamera gekommen...
Wie schon gesagt... fragt nicht.... Improvisationstheater...
... oder doch Porno?
Ja. Eindeutig Porno...
Jed Brophy und Mark Hadlow kommen hinzu
Die Zwergendarsteller singen ebenfalls
The last Goodbye...
Unbedingt anschauen! Video, dass über das Wochenende (nicht von mir!!!) zusammengestellt wurde! Ist wirklich toll geworden!