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Samstag, 17. Februar 2018

Pandabären. Oder: Tagebuch eines Säuglings


Einige von Euch fragen sich vielleicht: „Ja verdammt schreibt das Professional Fangirl denn mittlerweile gar keinen Blog mehr?“
Nun ja, es würde gerne, so viel steht fest. Allerdings ist seit November 2017 ein neuer, ziemlich kleiner Mensch in mein Leben getreten und der hat da so ganz andere Pläne. Ich frage mich manchmal was in diesem niedlichen, kleinen Kopf vorgeht. Wenn der Fratz Tagebuch führen würde, dann sähe ein typischer Tag vermutlich so aus:



01:00 Uhr: Verdammt warum ist es so dunkel hier?

01:01 Uhr: Oh Gott! Was grummelt da in meinem Bauch?

01:02 Uhr: HILFEEE! HIIIILFEEE! ICH STEEERBEEEE!!!! ICH VERHUUUUUNGEEERE! HIIIILFEEEEEEE!!!

03:30 Uhr: Es ist immer noch dunkel und… OH MEIN GOOOOTT! DA IST WIEDER DIESE LEERE! ICH STEEEERBEEEEE!!!!

06:00 Uhr: So, jetzt aber gut gelaunt in den Tag… allerdings AAAAAAHHHHH!!!! ICH GLAUBE ICH MUSS BALD DEM TOD INS GESICHT SEHEN! ICH STEEEEERBE WENN MIR NICHT SOFORT JEMAND ETWAS ZU ESSEN GIBT!!!

06:30 Uhr: Aaaaah… das war lecker. Jetzt erst mal schön einen Abseilen.

06:35 Uhr: Feiiin! Mama hat alles sauber gemacht. Jetzt erst mal schön einen Abseilen.

06:40 Uhr: Feiiin! Mama hat alles sauber gemacht.

06:45 Uhr: Meine Mama sieht aus wie ein Pandabär. Sie hat so lustige, dunkle Ränder unter den Augen.

07:00 Uhr: Ich glaube meine Mama muss aufstehen und irgendwas bewältigen, das sich Haushalt nennt. Keine Ahnung was das ist. Verdammt… wo ist eigentlich mein Schnuller?

07:01 Uhr: OH MEIN GOOOOTT!!! OHNE MEINEN SCHNULLER KANN ICH NICHT LEBEN!!! WO IST MEIN SCHNU….hmpfnommnommnomm…

07:30 Uhr: Mama ist in einen komischen Kasten gestiegen wo ganz viel Wasser rauskommt. Es riecht nach Seife. Mir ist langweilig. Ich glaub ich spuck einfach mal meinen Schnuller aus… OH MEIN GOOOTT!!! WO IST MEIN SCHNULLER?!?!? ICH KANN IHN NICHT MEHR FINDEN!!! AAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHH!!! ZU HILFE!!!!

09:00 Uhr: Mama hat eine lustige Handpuppe und fuchtelt damit vor meinem Gesicht rum. Hahahahihihi! Das ist sooo luuustig! Ich kann nicht mehr!!! Ich glaube ich ich hab noch nie im Leben so was unfassbar ulkiges erlebt.

09:01 Uhr: Oh mein Gott. Diese Handpuppe ist plötzlich so was von öde! AAAAAH! NIMM DAS WEG ODER ICH STERBE VOR LANGEWEILE!!!

09:30 Uhr: Halt… was ist das… das ist… da ist es wieder… dieses Gefühl in der Magengegend… AAAAAAHHHHH!!! ICH STEEERBEEEEE!!!!! ICH BRAUCHE NAAAHRUNG! JEEEETZT!!!!

10:00 Uhr: Bin müde… aber alleine schlafen ist doof. DA KOMMEN MONSTER UND HOLEN MICH!!! ICH WILL SOOOOFOOORT ZU MAAAMAAAA!

10:01 Uhr: Auf Mamas Bauch schlafen ist voll doof. ICH WILL DA WIEDER RUNTER!

10:02 Uhr: ICH WILL WIEDER AUF MAMAS BAUCH!!!

10:03 Uhr: ICH WILL DA WIEDER RUNTER!!!!

10:04 Uhr: OHNE MAMAS BAUCH IST ALLES DOOOF!!!

… (Endlosschleife)

14:00 Uhr: Mir ist ja sooo langweilig! Wo ist diese lustige Handpuppe?

14:01 Uhr: OH GOTT NIMM DIESE ÖDE HANDPUPPE WEG!!!!

14:30 Uhr: Haaach… Mama hat mir gerade die Pampers ausgezogen. Ich glaub ich nutze die Chance und mache direkt mal Pipi. Dann braucht sie dafür nicht noch eine neue Windel nehmen. Ihr T-Shirt muss ja sowieso in die Wäsche.

15:30 Uhr: Hmmm… das Essen war wieder vorzüglich. Hab aber zu viel Luft geschluckt die muss dringend rau…buuärgs… . Naja, das saubere T-Shirt von Mama hat mir eh nicht gefallen. Hoffentlich zieht sie jetzt ein schöneres an.

16:00 Uhr: Mama und ich gehen einkaufen. Voll lame. Ich penn lieber mal ne Runde, damit ich heute Nacht auch fit bin.

18:00 Uhr: Papa kommt nach Hause. Der hat mich den ganzen Tag nicht gesehen. Zur Belohnung zeig ich ihm erst mal was ich gerade leckeres gegessen habe. Sieht lustig aus auf seinem Hemd.

18:30 Uhr: Oh Gott… ich bin huuundemüde. Ich kann die Augen kaum noch aufhalten.

19:00 Uhr: Rämalämalämalamadingdong Rämalämalämalamadingdong. Uuuihuuuu laalaalaalalalalaaaa!

21:00 Uhr: Papa sieht aus wie ein Pandabär. Ich bin müüüde….

22:30 Uhr: Mama kommt gerade ins Bett gekrochen. Hat bis jetzt die ganzen komischen T-Shirts und Hemden sauber gemacht. Ich lass sie besser mal schlafen. Aber Moment… irgendwas stimmt mit mir nicht.. da ist… OH MEIN GOOOOTT!!!! DIESE LEERE IM BAUCH! ICH STEEEERBEEEEE!!!!

01:00 Uhr: Verdammt warum ist es so dunkel hier?


Weißte Bescheid. Wer ein gut deckendes Augenmakeup empfehlen kann, bitte melden. 

In diesem Sinne:

Stay Professional


Schäfchen zählen hilft bisweilen beim Einschlafen. Allerdings kennt man mit 3 Monaten noch keine Zahlen. Was für ein DiLämmer (Haha! Wortspiel! Haste gemerkt? Haste? Haste?...     Ich bin müde)


Samstag, 1. Juli 2017

Müttergedöns. Oder: Eigentlich wollte ich doch…


Hätte, hätte Fahrradkette.
Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre.
Würde, könnte, wollte…


Ich sag mal so.
Eines wollte ich auf jeden Fall definitiv: Irgendwann mal Mutter werden.
Aber im Zusammenhang damit gab es so viele Vorsätze, die sowas von in die Toilette gefallen sind, just in dem Moment wo man die Spültaste bestätigt hat.

1) Eigentlich wollte ich doch nie in Mütter Foren posten.

Verdammt! Und dann habe ich es doch getan. Zu Beginn der Schwangerschaft. Da war ich noch naiv, glaubte an das Gute im Menschen und stellte eine belanglose Frage. Ergebnis war, dass ich von einer Stampede von Übermüttern, die vermutlich gestern gerade das zwölfunddrölfste Kind rausgedrückt haben, überrannt und niedergemacht wurde.
Mein lieber Herr Gesangsverein. (Die Fragestellung war übrigens, ob man dem Arbeitgeber ggf. schon vor Beendigung der kritischen, 12. Woche über die Schwangerschaft unterrichten sollte. Holla, ich wusste ja nicht, dass ich mit solch einer Frage direkt den dritten Weltkrieg auslöse.)

2) Eigentlich wollte ich doch Sport treiben.

Haha! Sag das mal deinem Kopf, der gerade hauptsächlich damit beschäftigt ist dem Magen einzutrichtern, dass er jetzt endlich mal Ruhe geben soll und doch bitte das soeben zu sich genommene Essen, nicht wie ein trotziges Kind in die Ecke pfeffern möchte. Im Schatten dieses Zweikampfs, freut sich der innere Schweinehund und breitet sich so richtig gemütlich aus.

3) Eigentlich wollte ich doch eine taffe, Schwangere sein, die sich tapfer bis zum Beginn des Mutterschutzes ihrem Arbeitgeber bis zum letzten Atemzug zur Verfügung stellt.

Und dann merkt man plötzlich, wie leichtfertig man in den vergangenen Jahren mit Medikamenten jongliert hat. Hier ne Migräne Tablette, da Kortison, dort was gegen Übelkeit, hier was gegen Erkältung, etc. pp.
Alles von heute auf morgen TABU. Der Entzug kommt einen vor wie diese Szene aus Trainspotting wo Ewan McGregor in seinem Bett liegt und das Baby an der Zimmerdecke über ihm krabbelt.
Und so kommt es dann, dass man sich ohne entsprechende Drogen plötzlich mit akutem Nesselfieber und wässrigen Quaddeln am ganzen Körper in eine gallertartige Qualle verwandelt und außer auf dem Bett liegen und Atmen, nichts mehr zustande bekommt.
„Aber keine Sorge Chef… ich komm morgen schon wieder… ganz bestimmt! *röchel*“
(Man was hat meine Ärztin wieder herzlich gelacht)

4) Eigentlich wollte ich doch keine Mütter verprügeln, die mir die ganze Zeit davon erzählen wie toll es ihnen doch in der „Kugelzeit“ ging, und wie sehr sie es doch genossen haben schwanger zu sein.

Ok, noch hab ich mich zusammengerissen. Aber Freunde,... was nicht ist kann ja noch werden.

5) Eigentlich wollte ich doch so lange ich noch kann, sämtliche Partys der Umgebung stürmen.

Spätestens um 21:00 Uhr sagt mein Transportmittel namens Körper: „So, husch husch in die Falle.“
Nein, eigentlich sagt er es nicht. Er nimmt einfach einen klobigen Holzhammer und schlägt mir damit so fest auf die Birne, dass ich froh bin es überhaupt noch bis ins Bett zu schaffen.
Und immer dran denken: Red Bull verleiht zwar Flügel, aber wenn das eigene Kind nicht im Alter von 2 Jahren schon ein Trash und Speed Metal Fan werden soll, der seiner Lust 24h am Tag frönt, der sollte Energy Drinks in der Schwangerschaft tunlichst unterlassen.  

6) Eigentlich wollte ich doch keine gebrauchte Sachen kaufen.

...da ich aber kein Millionär bin und zudem seit einiger Zeit verstanden habe, dass die Asiaten einen perfiden Plan entwickeln und uns Europäer mit Chemieverseuchten Babyklamotten auslöschen wollen, greife ich doch gerne auf Sachen zurück, die den Chemiecocktail bereits in Waschmaschinen anderer Mütter versprüht haben.

7) Eigentlich wollte ich mich doch nicht in der Schwangerschaft beschweren.

Ganz ehrlich: Trotz Allem freue ich mich wahnsinnig. Verdammt, da sind lustige kleine Beinchen und Ärmchen in meinem Bauch drin. Die kitzeln einen von innen und sehen so drollig aus und sind einfach nur liebenswert und überhaupt… (hier bitte bunten Glitzer und Herzchen in den Augen einfügen. Ja, glaubt es oder nicht, aber es ist wirklich so!)

8) Eigentlich wollte ich doch nie über Baby und Müttergedöns bloggen.

…. Ach leck mich doch!

In diesem Sinne:

Stay Professional! (18. SSW)

...eigentlich wollte ich doch keine Bilder von der Plautze posten.